Malva

MALVA_credit_Elias Biehler_2022

Malva

Malva liebt Patti Smith. Gar nicht mal so sehr wegen ihrer Musik, eher so als Lyrikerin, Poetin, Frau. Sie liebt die Gedichte von Mascha KaleŐĀko und den philosophischen Ansatz von Simone de Beauvoir. Sie liebt die Musik von Dodie, Peter Doherty, Nina Simone u.a. Sie liebt die analoge Fotografie, schreibt selber Gedichte und macht kunstvolle Kurzvideos. Sie liebt die Menschen und das Leben und hat dann doch mehr Angst vor all dem, als es n√∂tig und vielleicht vern√ľnftig w√§re‚Ķ Was Malva nicht liebt? Social Media! Und, Malva macht Musik, irgendwo zwischen Indie-Pop und Chanson, anachronistische, wundersch√∂ne, traurige, sachte, leise, oft auch ganz stille… √ľberwiegend auf Englisch, immer h√§ufiger aber auch auf Deutsch. Soeben hat Malva eines der ‚ÄěPop-Produktionsstipendien‚Äú der Stadt erhalten. Die Jury begr√ľndete das wie folgt: ‚ÄěDie 20-J√§hrige hat in ihrem jungen Leben die Welt bereits als das erkannt, was sie ist ‚Äď und kam nicht umhin, dar√ľber in Kummer zu verfallen. All der Tristesse, dem Gef√ľhl der Ausweglosigkeit und den Zukunfts√§ngsten m√∂chte sie mit ihrer Musik etwas gegen√ľberstellen‚Ķ Es ist diese Verbindung zwischen Weltschmerz und Jugend, die Malvas Musik so besonders macht. Sie zeichnet das Bild einer Generation, die mit weit ge√∂ffneten Augen einer be√§ngstigenden Zukunft gegen√ľbersteht ‚Äď jedoch nicht erstarrt, sondern klug und mit ohrenbet√§ubender Ruhe zu k√§mpfen bereit ist.‚Äú

Foto: Elias Biehler

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